Der Online-Handel in Deutschland befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs. Das zeigen auch die Zahlen aus dem letzten Jahr: Die 1000 stärksten Online-Shops haben, laut einer Studie zum E-Commerce in Deutschland, im Jahr 2016 über 39,6 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind ganze 4,1 Milliarden mehr als im Vorjahr. Dabei ist das Angebot für mobile Shopping mittlerweile Pflicht für den Online-Handel. 90% der Firmen haben ihren Shop in diesem Jahr mobil optimiert. Nicht nur in Deutschland boomt der E-Commerce, auch der Umsatz in Europa steigt stetig. Um ein besseres Verständnis über die aktuelle Situation, die Trends und Chancen im europäischen E-Commerce zu bekommen, hat LadenZeile.de im Sommer 2017 eine Umfrage unter 100 Partnershops aus 13 europäischen Ländern durchgeführt.

Die wichtigsten Ergebnisse

  1. Zufriedenheit: Die meisten Shops sind sehr zufrieden mit der aktuellen E-Commerce-Situation in ihrem Land und blicken optimistisch (52%) oder vorsichtig optimistisch (26%) in die Zukunft. Angesichts des stetigen Wachstums der Branche in Deutschland und Europa ist dieser Optimismus durchaus nachvollziehbar.

 

  1. Marktbarrieren: Die Präsenz von internationaler Konkurrenz sowie die rechtlichen und steuerlichen Einschränkungen machen, laut den befragten Shops, das Geschäft schwierig. Aber auch der fehlende Bezug zum Produkt wird von vielen Firmen als problematisch gesehen. Dem versuchen bereits viele Online-Shops entgegenzuwirken, in dem sie etwa Pop-up Stores eröffnen. Dabei geht es Ihnen weniger um das stationäre Verkaufen, sondern vielmehr darum, ein Erlebnis anzubieten und somit für die Kunden einen direkten Bezug zu den angebotenen Produkten herzustellen.

 

  1. Kommunikation mit der jüngeren Zielgruppe:
    Social Media wird immer wichtiger, besonders um mit der Zielgruppe zwischen 20 und 39 zu kommunizieren. Das zeigt sich auch in der Präsenz des Firmen:  86% der befragten Shops sind auf Social Media Plattformen vertreten. Davon kommunizieren 90% über Facebook, 76% über Instagram und 41% über Twitter.

 

  1. Trends: 83% der Befragten denken, dass ihr Markt teilweise oder ganz den aktuellen Trends folgt. Die Zukunft sehen die meisten Online-Shops in innovativen Zahlungsmethoden, einem Mix aus Online- und Offlinepräsenz sowie Big Data. Nur 37% der E-Commerce-Shops wollen in Zukunft Chatbots ausprobieren. Laut einer Bitkom-Umfrage, stehen die meisten Bundesbürger dem Einsatz der Bots auch immer noch skeptisch gegenüber. Momentan können sich 25% vorstellen diese regelmäßig zu nutzen.

 

  1. Internationale Transaktionen: Die meisten der befragten Online-Shops verkaufen ihre Ware auch im Ausland. Hinderlich empfinden sie vor allem dabei folgende Faktoren: Lieferlogistik, starke Konkurrenz im ausländischen Markt und die sprachliche Adaption der Plattform. Zu strenge Restriktionen und eine ungünstige Währungsumrechnung scheint hingegen keine große Rolle zu spielen.

E-Commerce

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Leonie Beermann
Leonie Beermann arbeitet seit 2016 für das Beratungs- und Analystenhaus Avispador als Projektleiterin. Nebenbei macht Sie noch Ihren Bachelor of Arts in Wirtschaft und Management.