Auch in diesem Jahr haben Marktforscher in die Glaskugel geschaut. Forrester Research sieht beispielsweise 15 neue Technologien, die künftig relevant werden sollen. Fünf davon können sogar großen Einfluss auf Unternehmen und Menschen nehmen. Dieser Meinung ist jedenfalls Brian Hopkins, Enterprise Architektur Analyst bei Forrester.

Dabei handelt es sich um folgende fünf Technolgien:

Der Experte geht davon aus, dass sich diese Technologien entscheidend auf die Art und Weise auswirken werden wie wir Kunden beraten, gewinnen und schließlich (be)halten können. Schließlich wird das Anspruchsdenken bei Dienstleistungen durch geeignete Technologien immer höher.

Beispielsweise sollen intelligente Agenten in Verbindung mit künstlicher Intelligenz (artificial intelligence) in der Lage sein, unser Verhalten zu verstehen, Bedürfnisse zu interpretieren und Entscheidungen zu treffen. Dies führt beispielsweise in den USA dazu, dass schon im Jahr 2021 sechs Prozent Jobs wegfallen werden. Insgesamt sind 11 Prozent der Arbeitsplätze gefährdet. In einigen Industriesparten entstehen jedoch fünf Prozent neue Arbeitsplätze und die profitieren so vom Wandel.

Eine weitere wichtige aufstrebende Technologie ist die Hybrid-Wireless-Technologie wie bespielsweise Schnittstellen und Software. Diese ermöglichen Geräten verschiedene Protokolle und Frequenzbänder unterschiedlicher W-LAN Provider zu verwenden und zu übersetzen. Im Jahr 2021 kann man dann bereits mit einer virtuellen Netzwerk-Infrastruktur rechnen, die, zusammen mit wireless Technologien, IoT sowie Customer Engagement Plattformen weltweit miteinander verbinden.

Wenn es um die Augmented Reality geht, die mit einem computergenerierten Bild oder einer Szene den Blick auf die reale Welt überlagert, prognostiziert Forrester für die nächsten Jahre „mehr Spiel“ für A. R. in den Unternehmen – und später für die Verbraucher – als bei der Tech-Cousine Virtual Reality.

Laut Hopkins werden wir uns bis 2021 vollständig in einem Übergang zwischen getrennten und dicht vermischten physischen und digitalen Erfahrungen befinden – sowohl in unserem Arbeitsleben als auch im privaten Bereich.

Was IoT betrifft, so werden sich Verbraucher viel mehr mit Produkten und den Firmen, die sie herstellen, befassen. Diese Technologie ermöglicht Unternehmen viel Transparenz bei Kunden und betrieblichen Gegebenheiten – und die Kontrolle darüber.

Wie schnell sich diese Technologien durchsetzen und Einzug in unseren Alltag finden, bleibt abzuwarten. Fakt jedoch ist, dass die Entwicklung in der Informationstechnologie unaufhörlich weitergeht. Sie verändert unser Leben immer mehr und immer schneller. Bleibt zu hoffen, dass unser Bewusstsein um die Verantwortung mit dem Umgang dieser neuen Technologien in gleichem Maße wächst. Nur dann ist sie Segen und nicht Fluch.

 

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Edith M. Horton
Edith M. Horton ist seit August 2016 Gastautorin bei Denkhandwerker.Als Fachjournalistin (FJS) hat sie regelmäßig Artikel in unterschiedlichen, führenden IT Fachpublikationen in Deutschland und der Schweiz veröffentlicht.Während ihrer aktiven Zeit als Presseverantwortliche bei der ehemaligen META Group (jetzt Gartner), Experton Group und IDC pflegte sie intensive Kontakte zur Fach- und Wirtschaftspresse, initiierte erfolgreiche Kooperationen zwischen namhaften deutschen und schweizer Verlagshäusern und IT Marktforschungsunternehmen und unterstützte Letztere maßgeblich bei der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.