Sind Sie auch ein Glücksjäger?

"Es gibt keinen Weg zum Glück, Glücklichsein ist der Weg." Buddha

„Wenn ich dieses xy bekomme, dann bin ich glücklich.“

Beginnen manche Sätze von Ihnen auch so? Manche wünschen sich ein bestimmtes Auto, andere sehnen sich nach dem Traummann –  Kinder sparen jeden Cent für größere Wünsche, an deren Erfüllung für sie ihr Glück hängt. Die Suche nach dem Glück ist eine unendliche Geschichte, die unsere Gemüter bewegt.
Wer das Wort „Glück“ in eine digitale Suchmaschine eingibt, erntet knapp 90 Millionen Treffer. Im Buchhandel buhlen unzählige Titel mit den verheißungsvollen fünf Buchstaben um unsere Aufmerksamkeit. Jeder will ein glückliches Leben führen.

Aber gibt es überhaupt das dauerhafte Glück?

Nein, wir jagen einem Phantom nach. Das Leben ist ein Auf und Nieder, immer wieder. Und das Glück liegt im Augenblick, in Glücksmomenten. Damit ist Glück ein kostbares Gut und ein flüchtiges zugleich. Wir können es nicht zu einem Berg anhäufen, wir können es nicht riechen, hören, sehen oder schmecken. Was wäre, wenn Glück konservierbar wäre, wir es festhalten und bewahren könnten? Würden wir uns dann überhaupt noch innerlich und äußerlich bewegen, gar weiterentwickeln? Würde uns dieser Zustand wirklich dauerhaft glücklich machen? Ich bezweifle das. Auf diese Weise könnte Glück regelrecht zum Hemmschuh werden und langfristig für Unzufriedenheit sorgen. Wonach wir streben, kann sich also schnell ins Gegenteil verkehren.

Was Glück uns jedoch uneingeschränkt bescheren kann, sind positive Gefühle.

Wir spüren Freude, wenn wir glücklich sind. Gefühle entstehen im Belohnungszentrum unseres Gehirns. Erst wenn das aktiviert ist, kommt es zum empfundenen Glück. Um diese Reaktion im Gehirn hervorzurufen, braucht es die Erkenntnis des Menschen, was ihn glücklich macht – es gilt also, die Momente zu erkennen und zu genießen, der bei uns positive Gefühle hervorrufen kann. Es bringt nichts, sich Glück als Ziel zu setzen – was uns weiterhilft auf der Suche nach dem Glück, sind vielmehr Achtsamkeit, Demut, Dankbarkeit, Anerkennung und Wertschätzung uns und anderen gegenüber.

Tipps für Glückssucher:

  • Nehmen Sie Erfolgserlebnisse bewusst wahr und speichern Sie sie über Ihre Sinne (hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken) im Gedächtnis ab. Die damit verbundenen positiven Gefühle lassen sich bei jeder Erinnerung abrufen und verleihen uns Zuversicht und Energie.
  • Prüfen Sie Ihre Sichtweise auf Geschehnisse, Beziehungen, Aufgaben etc. Wie bewerten Sie die Dinge? Um es mit den Worten des spirituellen Lehrers Anthony de Mello zu sagen: „Was immer geschieht – an uns liegt es, Glück oder Unglück darin zu sehen.“
  • Aktivität kreiert mehr Glücksmomente als Passivität. Bewegen Sie sich. Nicht nur geistig, sondern auch körperlich. Die körperliche Bewegung setzt ebenfalls positive Gefühle in Gang und hilft den Kopf frei zu kriegen.
  • Führen Sie ein Dankbarkeitstagebuch, in dem sie die großen und kleinen positiven Dinge des Tages festhalten – erfreuliche Begegnungen, die Farbenpracht der Blumen, positives Feedback von anderen, der Sonnenschein in der Mittagspause, das gute Essen mit Freunden etc. Auf diese Weise wird Ihnen bewusst, wie glücklich Sie sich eigentlich schätzen dürfen.

Wie suchen Sie Ihr Glück? Ich freue mich über Ihre Kommentare!

Erstveröffentlicht auf dem Blog von Antje Heimsoeth: https://antje-heimsoeth.com/sind-sie-auch-ein-gluecksjaeger/