Wie auch schon die letzten Jahre machte ich mich auch in diesem auf den Weg nach Frankfurt zum Flughafen um von dort mit den Kollegen und vielen alten Bekannten zur WPC – jetzt Inspire – zu fliegen. Dieses Jahr sollte es Washington DC sein und wie erwartet, am Gate viele bekannte Gesichter. Schon von Weitem ein freundliches Hallo, es ist jedes Jahr dasselbe Gefühl – wie an einem Klassentreffen – ich freue mich auf alle.
Nur dieses Jahr ist etwas anders, es wird viel getuschelt und hinter vorgehaltener Hand gesprochen! Wer von Microsoft ist noch dabei, werden tatsächlich so viel Leute entlassen, wie weit reicht die neue Orga – Fragen über Fragen und die wenigen Informationen werden dann stille Post „like“ noch aufgebauscht.

Es ist also doch nicht wie in den Jahren zuvor, etwas ist anders, die Partner sind verunsichert – wie geht es weiter? In den letzten Jahren hat sich das Portfolio von Microsoft verändert, das Thema Cloud ist in aller Munde und dennoch bestehen noch die alten Strukturen, dass daran etwas verändert werden muss, war klar nur was. Aus dem ganzen Getuschel werden ein paar Dinge klar, es sind einige im Vorfeld geplante Managementtermine bereits abgesagt worden, da die Personen nicht mehr in die USA fliegen werden.

Tag 1: Key Note, Satya Nadella betritt die Bühne, wie immer sehr ruhig und dann die Aussage wir bauen die Organisation komplett um. Nun die Katze ist aus dem Sack also doch nicht ein paar kleine Korrekturen wie in den letzten Jahren dieses Mal wir es einschneidend.

Ab jetzt war klar, diese Inspire ist kein Wiedersehen mehr in alter Microsoft-Manier, es ist ein endgültiger Abschied von der Vergangenheit und es geht primär um ein Thema! – Veränderung!
Aber wenn sich Microsoft stark verändert, müssen sich dann die Partner nicht auch stark verändern? Und was bedeutet dies für die Kunden? Müssen sich Kunden verändern, um zu Microsoft zu passen?

An den Tagen 2 und 3 wurden dann mehr und mehr alle Fragen um das wie und warum beantwortet, die Kunden haben sich bereits den neuen Herausforderungen am Markt angepasst und ihre IT verändert, die Partner haben sich zum Teil auch bereits „transformiert“ und sind den Weg mit den Kunden gegangen. Es ist nun also die logische Konsequenz von Microsoft, sich nun auch organisatorisch den neuen Herausforderungen zu stellen.

Es ist eine organisatorische Änderung mit einem klaren und nachvollziehbaren Ziel, näher an den Kunden und Partner zu sein, sich besser der Digitalisierung zu stellen um auch zukünftig bereit zu sein die Kunden optimal zu unterstützen.

Die Präsentation der Lösungen am Tag 2 auf der großen Bühne zeigen es, nicht die umsatzstarken, medial ausgeschlachteten Kundenprojekte werden als Referenz gezeigt, sondern die kleinen, feinen Lösungen die welche unser Leben positiv beeinflussen können stehen klar im Mittelpunkt.

Bei all diesen großen und kleinen Diskussionen rund um die neue Organisationsstruktur wird jedoch ein der größten Veränderung seitdem ich Microsoft kenne oft übersehen, Microsoft ist zu einem nahbaren und offenen Partner für „jedermann“ geworden.
Jede einzelne Person mit ihren individuellen Bedürfnissen steht genauso im Rampenlicht wie das börsennotierte Millionenunternehmen.
JA, Microsoft ist „cool“ geworden!

 

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Karl Gerber
Karl Gerber ist seit Mai 2017 Gastautor auf Denkhandwerker. Nach sehr unterschiedlichen Stationen im Daimler Konzern hat Herr Gerber sich im Jahre 2000 entschlossen den sicheren Schoß dieses tollen Unternehmens zu verlassen und sich auf den Weg in die weite Welt der IT zu machen. Seitdem ist er im Vorstand der IT Competence Group.