iPad, Surface & Co. können sinnvoll sein oder einfach nur Spaß bereiten. Der Umgang damit muss verantwortungsbewusst gestaltet werden, nicht nur bei der Nutzungsdauer: Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder keine ungeeigneten Webseiten besuchen, keine Käufe tätigen und dass Daten geschützt sind.

1. Individuelle Profile einrichten und Kinderschutz aktivieren

Nutzt Ihr Kind ein Tablet zum Spielen oder Lernen, sollte es einen speziellen Kinderschutz haben: individuelle Profile mit eingeschränkten Nutzungsrechten, gesonderte Profileinstellungen im System und zusätzliche Anwendungen (sog. Apps). Sie verhindern das Nutzen ungewünschter Funktionen.

Apples iPad und die Tablets mit Microsoft-Windows haben solche Funktionen; Android-Tablets können über eingeschränkte Profile sicherer gemacht werden.

Zusätzliche Apps, z. B. von Kaspersky oder Norton, ermöglichen das Finetuning und bieten mehr Einstellungen. Spezialisierte Jugendschutz-Apps und Anwendungen gibt es z. B. auf „Meine Startseite“ vom Bundesfamilienministerium.

2. Vorsicht vor In-App-Käufen

Viele Anwendungen für Kinder gibt es im Freemium-Modell. Das eigentliche Spiel ist hierbei kostenlos, verdient wird durch den Verkauf zusätzlicher Funktionen. Android generiert über 90 Prozent der Umsätze über solche In-App-Käufe. Schnell ist der Bestellknopf gedrückt, die Kreditkarte hinterlegt, prompt ist abgebucht. Nutzt Ihr Kind das Gerät mit Ihrem Profil, sperren Sie die Bezahlfunktionen. Achten Sie darauf, dass nicht versehentlich Apps geöffnet werden können mit hinterlegten Bezahlfunktionen, die automatisch abbuchen oder nach Verbrauch abrechnen.

3. Geräte bei Nichtnutzung sperren

Diese Maßnahmen nutzen wenig, wenn Ihre Geräte keine Profilsperre haben. Deshalb: Sperren Sie immer Ihre Geräte, wenn Sie sie nicht nutzen und ändern Sie regelmäßig die Passwörter. Und: Setzen Sie die automatische Sperre auf den niedrigsten Wert.

Wichtig ist, ein positives Beispiel zu geben. Ihre Kinder kopieren Ihr Nutzerverhalten. Nutzen Sie also Ihr Tablet in deren Gegenwart in einem verträglichen Maß, seien Sie aktiver Bestandteil des digitalen Lebens Ihrer Kinder und sprechen Sie mit ihnen darüber, was sie im Internet erleben. Die besten Sicherheitsmaßnahmen für den „richtigen“ Umgang mit Tablets & Co. sind Fragen stellen, vertrauensvolles Kontrollieren und Erziehen.

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Axel Oppermann
Axel Oppermann ist seit über 15 Jahren als IT-Marktanalyst tätig. Aktuell arbeitet er für das Beratungs- und Analystenhaus Avispador als Analyst. Axel schreibt bei Denkhandwerker über Trends und nachhaltige Entwicklungen.