image of vintage typewriter with phrase "Share your story", blank notebook, cup of coffee on wooden table
©Tomer Turjeman/Fotolia

Freunde, wie die Zeit vergeht. Jetzt ist unser Denkhandwerker seit einem Monat online. Für die einige mag das nicht viel sein, aber wir sind stolz, dass wir uns so gut ein gegroovt haben und die Textproduktion wie am Schnürchen läuft. Natürlich verzweifeln auch wir noch das ein oder andere mal am CMS-Editor oder klicken uns gefühlte Jahre von synonyme.de und woxikon hin und her auf der Suche nach Wortneuschöpfungen. Nichtsdestotrotz: Wir haben 25 Texte geschrieben, 2 Gastautoren gewonnen und auf Twitter und Facebook insgesamt fast 100 neue Follower erreicht. Und das ist die Mühe alle mal wert!

Aber wir wollen euch nicht mit schnöden Zahlen nerven. Das aller wichtigste seid schließlich: Ihr und euer Feedback! Jeder, der mal mit einem Blog angefangen hat, weiß wie groß die Freude über jede Reaktion der Leser ist – egal, ob positiv oder negativ. Damit zeigt ihr uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und auch, wie wir noch besser werden können. Dafür ein riesen Dankeschön!

Frau auf Berg stehend
©blas/Fotolia

Hier unsere „Best of three“ der Artikel, auf die wir besonders stolz sind und die auch bei euch sehr gut angekommen sind:

Das Internet der Dinge: Aktuell in aller Munde. Marketingarbeit wird sich dadurch komplett neu strukturieren, durch die enormen Chancen bei gleichzeitig extremen Herausforderungen. Marken und Unternehmen erhalten durch den vollständig vernetzten Kunden einen nie da gewesenen Zugang zu dessen Interessen und Identität woraus sich ein umfassendes Verständnis für Bedürfnisse und Bedarfe ableiten lässt. Aber dazu dringend notwendig ist eben eine systematische Erfassung und Verarbeitung der Daten, um aus diesen die richtigen Rückschlüsse ziehen zu können. Weiterhin Marketing nicht nur zu Menschen, sondern auch zu Maschinen – Stichwort Bots – etablieren und absolut unerlässlich: ein fundamentales Verständnis über IT-Systeme und damit die Gestaltung von Software-Systemen zu haben.

Content-Marketing: Content is King. So zumindest die aktuelle Meinung. Aber all der schöne Inhalt bringt eben nichts, wenn er nicht auf einer Strategie basiert. Blogeinträge, Videos und Whitepaper müssen dem Nutzer einen relevanten Mehrwert bieten. Dabei sollte das Credo sein, weniger ist mehr. Denn unter der aktuellen Massenproduktion leidet einerseits der Inhalt, andererseits gehen die wirklich guten Inhalte im ganzen Content-Sumpf unter. Also? Relevanz, Authentizität, Einzigartigkeit und Emotionalität müssen die Inhalte kennzeichnen. Klar, SEO ist auch immer wichtig, aber wenn Inhalte nach solchen Kriterien produziert werden, kann man gleich einpacken. Dein Blog-Leser oder Youtube-Video-Seher will Tipps und Tricks, Unterhaltung und Zerstreuung, Also gib ihm das, was er braucht und mach deine Inhalte nicht für SuchMASCHINEN, es geht schließlich um den Menschen. Der wird es dir danken – deine owned Media wird zur earned Media.

Differential Privacy: Daten, Daten, Daten – alle wollen sie und die Mehrheit bekommt sie auch, siehe Google, Facebook und Co. Bis dato hat der Elektronik- und Softwarehersteller Apple sich dahingehend stark zurückgehalten, ja sich sogar über den Schutz der Privatsphäre seiner Kunden positioniert. Aber zur Weiterentwicklung von Produkten können die ein oder anderen Nutzerdaten schon ganz gut weiterhelfen. Das dachte sich dann auch irgendwann Apple und kündigte die Einführung des Differential Privacy an. Die weiße Weste will man sich aber nicht so richtig schmutzig machen, deswegen sollen bei der Datenanalyse keine Rückschlüsse aus den Kommunikationsgewohnheiten der einzelnen Nutzer gezogen werden können, die Kunden lediglich nützlichere Empfehlung auf Basis der gesamten Nutzerschaft erhalten. Und genau das ist mit dem Differential Privacy möglich: Bei der Datenanalyse reicht es aus, wenn die statistische Verteilung in den Daten derjenigen der echten Daten entspricht. Einzelne Eigenschaften spielen dabei dann keine Rolle, können also beliebig geändert werden, und tragen so zum Schutz der Privatsphäre bei. Ein cleverer Schachzug, der das Angenehme mit dem Nützlichen für Apple verbindet. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Implementierung der Datenanalyse gestaltet und ob nicht doch irgendwann die Gier nach noch mehr Daten die Überhand gewinnt.

 

Wir freuen uns jetzt schon auf das was alles noch kommt, seid gespannt!

Gina Cimiotti
Gina Cimiotti ist seit Mai als Gastautorin für Denkhandwerker tätig. Nach Abschluss ihres B.A. Studium der Kommunikations- und Sozialwissenschaft war sie als Beraterin beim Analystenhaus Avispador beschäftigt. Zur Zeit führt die Studentin ihre akademische Laufbahn mit dem Master „Communication Management“ an der Universität Leipzig fort.