Blog Marketing

Rund 715.000 Blog-Posts werden pro Monat in Deutschland veröffentlicht. Besonders in hart umkämpften Themenbereichen, wie zum Beispiel Fashion oder der Arbeitswelt, werden kleinere oder neue Blogs so oft nur von einer Handvoll an Nutzern gefunden und gelesen. Das mag zum einen an der Qualität des Inhalts liegen oder an einer schlechten Website – denn wenn die Website zu lange braucht, um zu laden, sind auch irgendwann die interessiertesten Leser genervt und geben auf. Das mag aber auch daran liegen, dass der Bloginhalt nicht genug promoted wird und so einfach nicht aus der Fülle des Angebots heraussticht. Hier sollten für jeden Bloginhaber Social Media Kanäle die erste Anlaufstelle sein.  Eine eigene Facebookseite, eine Social Media Strategie und ein Instagram-Account dürfen heutzutage für keinen Blog mehr fehlen.

Social Media Blog
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Richtiges soziales Medium wählen

Ist die Entscheidung gefallen, dass der Blog nun auch über Social Media promoted werden soll – richtiger Entschluss! – gilt es, den richtigen Kanal für die Zielgruppe zu wählen. Zuerst einmal muss man sein Umfeld kennen, denn in der Bundesrepublik nutzt nach einer aktuellen Umfrage nur jeder zweite Einwohner Social Media. Das soll aber nicht heißen, dass es sich nicht lohnt den eigenen Blog über soziale Kanäle zu verbreiten. Besonders bei den 18 bis 34-Jährigen ist die Social Media Nutzung mit 81% nämlich deutlich höher.

Während in Großbritannien vieles über Twitter läuft, betrachtet man den Kurznachrichtendienst in Deutschland eher skeptisch. Die deutschen Internetnutzer fokussieren Ihre Aufmerksamkeit lieber auf Facebook, Youtube und Instagram. Bei Facebook kann man von ungefähr 26 Million aktiven deutschen Nutzern ausgehen und Youtube hat immerhin 6 bis 7 Million User. Besonders in den letzten Jahren hat Instagram an Wachstum zugelegt und laut offiziellen Zahlen von 2016 verzeichnet der Dienst inzwischen 9 Million aktive Nutzer in Deutschland – Tendenz steigend.

Blog fokussierte Social Media Strategie

Selbstverständlich ist es einfach, eine Facebook-Seite anzulegen und die jeweiligen neuen Blogposts dort einfach zu posten. Das ist ein Anfang und erhöht immerhin die Chancen auf neue Leser. Es lohnt sich allerdings, eine Social Media Strategie anzulegen, die den Bloginhalt mehr interaktiv mit den sozialen Kanälen verbindet. Diese Strategie kann unterschiedliche Formen haben, zum Beispiel lohnt es sich, Infografiken aus Blogposts für die Social Media Kanäle zu animieren und in kleine Gifs zu verwandeln. Das macht es automatisch interaktiver für die Besucher der Facebook-Seite, was diese wiederum dazu animiert, der Facebook-Seite zu folgen. Das Engagement der Besucher lässt sich bei Facebook auch sehr einfach über den Business Manager verfolgen, der genaue Daten liefert, welcher Post gut ankam und wie viele Menschen dazu bewegt hat, auf den Blogpost zu klicken und ihn zu lesen – die daraus gewonnen Daten können dann wiederum für eine neue Blogstrategie genutzt werden, da es zeigt woran die Zielgruppe interessiert ist.

 

Copyright: Viking
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Noch häufig wird in Unternehmen der Fehler gemacht, dass ein Team für die sozialen Kanäle zuständig ist und ein anderes Team den Bloginhalt betreut- und diese beiden Teams komplett autonom voneinander arbeiten. Dabei ist es wichtig, dass es hier eine ständige Kommunikation gibt, denn nur so kann ein Blog auch mit den passenden Postings auf den Kanälen verbreitet werden. Viking, ein Anbieter für Bürobedarf, nutzt seine Facebookseite regelmäßig für Umfragen, deren Ergebnisse dann in Blogposts auf dem Unternehmensblog veröffentlicht werden. Diese Blogposts werden dann wiederum bei Facebook und Twitter promotet. Social Media und ein Blog sollten also Hand in Hand miteinander gehen.

Social Media speziell für Unternehmensblogs

Besonders für Unternehmensblogs bietet sich an, auch in professionellen Netzwerken den eigenen Inhalt zu verbreiten. In Deutschland liegt der Fokus dabei auf LinkedIn und XING, jeweils mit 7,5 Millionen und 9,5 Millionen deutschsprachiger Nutzer.

Viele Unternehmen haben inzwischen bereits eine Social Media Präsenz, allerdings wird diese nur selten strategisch auch für die Verbreitung der eigenen Unternehmensblos genutzt. Hier bietet sich an, eine Regelmäßigkeit in den Postings aufzubauen. Soll heißen, das die Blogposts immer an einem festgelegten Tag über Social veröffentlicht werden sollten, damit interessierte Leser sich darauf freuen bzw. darauf hinplanen können. Je nach Marke lohnt es sich auch, einen Instagram Account anzulegen, denn besonders für Unternehmens-Events und schnelle Kontakte mit potentiellen Influencern ist hier großes Potential. Zusammengefasst lässt sich ganz einfach sagen: Ohne Social Media Präsenz ähnelt ein Blog einem Friedhof.

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Nicole Rohde
Nicole Rohde ist seit Oktober 2016 Gastautorin bei Denkhandwerker. Sie ist Senior PR Ecommerce Executive für die britische Fashionmarke Maxwell Scott und betreut dort die Public Relations Aktivitäten für Deutschland, Österreich und die Schweiz.