Ende April – die Trends im Bau für 2018 sind klar. Grund genug um genauer auf spannende Entwicklungen zu blicken, die die Baubranche bereits dieses Jahr geprägt haben und sehr wahrscheinlich auch in Zukunft prägen werden.

Wichtige Hinweise dafür kommen kurioserweise von einem Chiphersteller:

Intel hat die wichtigsten Trends festgestellt, nach denen bei der Entwicklung intelligenter Gebäude in diesem Jahr und darüber hinaus Ausschau gehalten werden sollte.

Der multinationale Technologieriese hat eine Liste intelligenter Gebäudetrends veröffentlicht, die darauf ausgerichtet sind, in diesem Jahr große Zuwächse zu erzielen.

Diese sollen von Gebäudeverwaltungen und Gebäudeeigentümern entwickelt und übernommen werden, so die Hoffnung des Konzerns.

Kann man jetzt auch entsprechende Trends in der Architektur und im Bauwesen feststellen? Ich denke ja!

Aber wie sehen diese Trends eigentlich aus? 

  1. Energieeffizienz – ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele werden die Einführung von intelligenter Gebäudetechnik weiter vorantreiben. Um den CO2-Fußabdruck einer Immobilie zu reduzieren, bedarf es sowohl einer genauen Überwachung selbiger als auch aussagekräftiger Daten über den Energie- und Wassereinsatz im Gebäude. Kostengünstige Sensoren und Analysen werden Gebäudemanager in die Lage versetzen, ihre Anlagen besser zu kontrollieren und Energieverschwendung zu reduzieren, die schädlich für die Umwelt sein kann.

 

  1. Autonomie mit neuen Technologien erreichen – Machine Learning und 5G-Konnektivität werden zusammenarbeiten, um das Gebäudemanagement zu einer autonomeren Aufgabe zu machen.

 

  1. Erwartungen der Nutzer erfüllen, neue Erlebnisse liefern! Da die Verbraucher zunehmend einen vernetzten Lebensstil bevorzugen, wird es eine Nachfrage nach nahtloseren Gebäudeumgebungen geben, die maßgeschneiderte Erlebnisse auf der Grundlage von Nutzerpräferenzen bieten. Beispielsweise können Mieter von Bürogebäuden über eine unterstützende App die Temperatureinstellungen in einem bestimmten Bereich einfach anpassen, einen verfügbaren Konferenzraum schnell lokalisieren und buchen oder wissen, wie lange man in der Warteschlange vor dem Cafés anstehen muss, bevor man selbst ankommt. Diese personalisierten Erfahrungen werden für intelligente Gebäudebetreiber, die Mieter gewinnen und binden wollen, einen zusätzlichen Nutzen bringen.

 

  1. Asset-Optimierung – ein weiterer Schwerpunkt wird die Steigerung der operativen Effizienz sein. Statt einen kostspieligen „Rip and Replace“-Ansatz für die Aufrüstung älterer Gebäudesysteme und -Anlagen zu verfolgen, können Gebäudemanager den Betrieb mit Technologielösungen verbessern, die es ihnen ermöglichen, bestehende Systeme mit Sensoren nachzurüsten und Assetdaten sicher in die Cloud zu übertragen.

 

Weitere wichtige betriebliche Vorteile die intelligente Gebäude bieten können sind die Verbesserung der Betriebszeit der Gebäudeausrüstung und die Vermeidung von Verlusten der Bausubstanz.

 

Alles wird vernetzter- auch im Bau!

 

  1. 5G-Konnektivität – sie ermöglicht einen schnelleren Datenaustausch zwischen intelligenten Gebäuden, der ein wesentlicher Bestandteil der Grundlagen für intelligente Städte der Zukunft sein wird.

 

  1. Trend IoT- auch das Bauwesen wird digital vernetzt.

Die Digitalisierung hat weitreichende und bereits sichtbare Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt und unsere Arbeitsumgebung. Auch und besonders in Geschäftsgebäuden: Diese müssen gleichermaßen leistungs- und energieeffizienter werden sowie leichter zu Verwalten sein. Eine Lösung für dieses Problem ist die Vernetzung der Gebäude und die Interaktion der Menschen mit dem Gebäude.

 

Und nach dem Bau? Connected BIM und IoT im Betrieb

Mithilfe von IoT Lösungen wie BPS Connected BIM wird es möglich einen voll-integralen       Service für eine vorhersagbare Wartung von Immobilien und Geschäftsgebäuden zu gewährleisten. So können verschiedenste Daten wie Messwerte aus Heizungs und Klimaanlagen, Informationen zu Ventilatoren- oder, Abgasleitungssystemen, zu Energieverbrauch, Luftdruck, Luftqualität, Flüssigkeitsverlusten (Lecks) oder zur Vibrationsintensität von Maschinen gesammelt und ausgewertet werden.

Und so geht´s in der Praxis:

© BPS International GmbH

Ein Cloud service garantiert die sichere Speicherung von über Sensoren gesammelten        Gebäudedaten wie Temperaturdaten (Raumtemperatur beispielsweise in Kühl-, Büro- oder Meetingräumen) und die direkte Integration in ein 3D-Informationsmodell (BIM Modell). So kann schnell und einfach die Business Intelligence (BI) eines Objektes sprich Gebäudes gesteigert werden. Intelligent errichtete Bauwerke kann man eben auch intelligent betreiben und die gewonnene Datenbasis nutzen um anfallende Kosten zu reduzieren.

Intelligentes Wohnen bzw. Arbeiten- ein Beispiel aus dem Büroalltag und dem Facillitymanagement:

Facillitymanager sind heutzutage nicht mehr klischeehaft griesgrämige, mit blaumann bekleidete und besenschwingend- allgegenwärtige gute Feen, die in und um die Mietwohnung für Funktionalität, Recht und Ordnung sorgen.

Facillitymanager ist heutzutage ein hochtechnisierter und spezialisierter Beruf:

Große Businessparks werden inzwischen beinahe komplett remote kontrolliert.

Durch den Einsatz von Kontrollzentren, in denen die zu kontrollierenden Immobilienassets in Echtzeit mittels Sensorik und dem IoT überwacht werden, wird es möglich immer größere Businessparks und Gebäudeeinheiten mit geringerem Zeitaufwand zu kontrollieren.

Auch die sogenannte Predictive Maintenance wird möglich, sprich auf Basis von mittels Sensoren gewonnenen und über das IoT versendeten Daten “vorausschauend instand zu halten”. Genutzt werden die gewonnenen Messdaten von Maschinen und Anlagen um automatisiert Schlussfolgerungen zu Wartungsinformationen abzuleiten. Ziel ist es, die Maschinen und Anlagen proaktiv zu warten und Störungszeiten zu minimieren. Im Optimalfall lassen sich Störungen sogar vorhersagen, bevor es zu Störungsfällen oder im Worstcase zu Totalausfällen kommt. Durch die frühzeitig automatisiert eingeleiteten Wartungsmaßnahmen ist es so möglich ein tatsächliches Eintreten der Störung zu verhindern.

©BPS International GmbH
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Einen solchen Prozess richtet man natürlich nicht so einfach von heute auf morgen ein. Er will gut geplant und strategisch umgesetzt sein um die erwünschten Einsparungen und Effizienzmaximierungspotenziale auch wirklich zu erreichen. Deshalb steht für mich fest:

Klar: digitalisierte Gebäude sind ein echter Mehrwert für den Betreiber! Aber digitalisierte Gebäude (beispielsweise in einem BIM Modell) die über das IoT mit Sensoren und der Cloud verbunden sind werden les- und messbar. So gewonnene Daten werden sehr schnell zu einem Mehrwert, der sich direkt monetär beim Gebäudebetreiber bemerkbar macht.