Kennst du noch die Werbung: Während in Villariba noch geputzt wird, wird in Villabacho schon gefeiert? Das kann leicht auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen umgelegt werden: Während die einen sich noch mit der Umstellung von ISDN auf IP, die anderen mit Heimarbeitsplätzen, wieder andere mit dem papierlosen Büro beschäftigen, feiern „ganz andere“ schon erste Erfolge mit kognitiven Lösungen und Chatbots.

Also im Kern: Während die einen, die richtige Technik nutzen, früh angefangen haben oder Prozesse nutzen, die schon den nächsten Schritt gehen, beschäftigen sich die anderen noch mit den Basics. Die Entwicklung in den Unternehmen unterliegt unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Und was für das eine Unternehmen richtig ist, muss für die andere Organisation noch lange nicht passen.

 

Wie sieht er aus, der Arbeitsplatz der Zukunft? Was ist der Arbeitsplatz der Zukunft? Warum ist das wichtig?

 

Das was der Arbeitsplatz der Zukunft ist, ist immer abhängig von der eigenen Perspektive. Im 19. Jahrhundert waren es zum Beispiel Telegrafie und Telefonie. Im 20. Jahrhundert waren es moderne Schreibmaschinen, die Gestaltung von Arbeitsplätzen oder das papierfreie Büro. Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt waren die E-Mail oder „der Heimarbeitsplatz“ das Leitbild der neuen Arbeitswelt. Im neuen Jahrtausend schlossen sich die Themen Kollaboration und gemeinschaftliches Arbeiten (Social Business) – auch über Unternehmensgrenzen hinweg – an. Jetzt treten zunehmend kognitive Technologien hinzu.

 

Aus meiner Sicht gibt es ihn aber nicht, den Arbeitsplatz der Zukunft. Es gibt unterschiedliche Arbeitsplatzmodelle, Konzepte und Ideen. Es gibt den Future Workplace, den Digital Workplace. Es gibt Social Intranets und Messenger-Irgendwas. Aber es sind immer nur Ausprägungen von technisch machbaren, organisatorisch gewollten oder gesellschaftlich akzeptierten Mustern, Verhaltensweisen, Dienstleistungen oder sonstigen Services.

Der Arbeitsplatz – respektive die Arbeitsmodelle – sind von einer Vielzahl von nachhaltigen Trends, aber auch von kurzfristigen Hypes geprägt. Was sich durchsetzt, zeigt oftmals die Zeit. Ob sich etwas lohnt, muss individuell betrachtet werden. Jedoch gilt: Wenn ich nie anfange, etwas zu verändern oder auszuprobieren, werde ich auch nie ein zufriedenstellendes Ergebnis erreichen.

 

Ich habe mal eine interessante Liste mit Artikeln und Beiträgen zum Thema zusammengestellt.

 

Digital Workplace: Was ist das – und warum?  

Studie von UPS Research 

2018 – Social, Roboter, die Arbeitswelt (& so)

Über „den Arbeitsplatz“, kognitive Technologien und den Menschen 

Social Intranet & die interne Kommunikation

Home Office versus Büro: Lasst endlich mal das Entweder-Oder 

#isso: Get shit done! 

Digital-Workspace- und Mobile-Trends 

Vom Intranet zum Digital Workplace 

Technologietreiber für den Digital Workplace: Embedded Analytics 

Glücksjäger statt Schreibtischtäter – Arbeit 4.0 dank moderner Büros?

Digital Workspace Vendor Benchmark 2016 

Gefunden: Studie zum Digital Workplace im Mittelstand 

Mich würde deine Meinung hierzu interessieren. Gerne als Direktnachricht, Kommentar – oder als Artikel. Welche Quellen sollen wir ergänzen? Was ist deine Meinung? 

Axel Oppermann
Axel Oppermann ist seit über 15 Jahren als IT-Marktanalyst tätig. Aktuell arbeitet er für das Beratungs- und Analystenhaus Avispador als Analyst. Axel schreibt bei Denkhandwerker über Trends und nachhaltige Entwicklungen.